Blog

Seelenmalen – der Seele eine Stimme geben

Wenn deine Seele eine Stimme hätte – wie würde sie klingen? Vielleicht wie ein Seufzen. Vielleicht würde sie sich in einer Bewegung deiner Hände zeigen, für die du noch keine Worte hast.

Gemälde mit orangefarbenen Blüten, grünen Blättern und leuchtenden gelben und rosafarbenen Formen.

Im Alltag sind wir oft damit beschäftigt, zu erklären, zu entscheiden und zu funktionieren. Dabei bleibt manches in uns leise: eine Sehnsucht, ein Gefühl, ein Impuls. Nicht alles lässt sich sofort benennen. Und vielleicht muss es das auch gar nicht.

Erst einmal zuhören

Manchmal beginnt der Kontakt zu uns selbst damit, dem Körper wieder Raum zu geben. Ein Atemzug, der nicht erzwungen werden muss. Hände, die sich bewegen. Aufmerksamkeit für das, was dabei spürbar wird.

Bei Gyoki – einer japanischen Körper-Energie-Atemübung, dem Atmen mit den Händen – darf die Aufmerksamkeit zu dem wandern, was gerade spürbar ist. Ohne ein bestimmtes Ergebnis erreichen zu müssen. Vielleicht wird der Atem von selbst tiefer. Vielleicht möchtest du dich strecken oder einfach still bleiben.

Als würden wir dem Körper sagen: Ich höre dich. Du darfst da sein, so wie du bist.

Wenn inneres Erleben Ausdruck findet

Beim Seelenmalen folgen wir einer Bewegungsabfolge mit den Händen. Aufrichten, Durchatmen und das bewusste Wahrnehmen der Bewegungen geben uns Raum, mit unserem inneren Erleben in Kontakt zu kommen.

Vielleicht zeigt sich etwas Überraschendes. Vielleicht ist es einfach wohltuend, einer Bewegung zu folgen, ohne sie gleich zu beurteilen. Was du dabei erlebst, muss niemand entschlüsseln. Es darf einfach da sein.

Der Seele eine Stimme geben

Wenn wir uns so begegnen, kann ein Gefühl von Verbundenheit entstehen: mit uns selbst, unserem Körper und dem, was uns umgibt. Für einen Moment müssen wir uns weder verbessern noch erklären.

Vielleicht braucht die Seele nicht immer die richtigen Worte. Manchmal braucht sie nur Raum, um sich zu zeigen.