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Funktioniert doch, oder?

Es gibt Tage, an denen wir erstaunlich gut funktionieren.

Wir stehen auf, arbeiten, organisieren, kümmern uns, antworten, planen, lösen Probleme. Vielleicht merken wir zwischendurch, dass die Schultern hochgezogen sind. Dass der Atem flacher geworden ist. Dass der Kiefer fest ist. Aber meistens geht es weiter.

Der Körper macht mit.
Zumindest scheint es so.

Dabei entstehen im Laufe eines Tages viele kleine Impulse, die wir kaum noch wahrnehmen. Das Bedürfnis, sich zu strecken. Ein tiefes Seufzen. Gähnen. Ein kurzes Zittern. Den Rücken drehen. Die Beine ausschütteln. Sich anders hinsetzen. Den Bauch loslassen.

Vieles davon unterbrechen wir automatisch.

Nicht unbedingt bewusst. Es passt einfach gerade nicht. Im Büro sitzt man still. Im Gespräch bleibt man aufmerksam. In der Bahn hält man sich zurück. Beim nächsten Termin muss man schon wieder funktionieren.

So kann der Körper über Stunden in einer Haltung bleiben, die eigentlich nur für einen kurzen Moment gedacht war.

Was passiert, wenn man einmal nichts korrigiert?

In der Körperarbeit gibt es die Erfahrung, dass etwas Interessantes entstehen kann, wenn wir dem Körper nicht sofort sagen, was er tun soll.

Bei Katsugen Undo geht es genau darum: spontane Bewegungen zuzulassen, anstatt eine bestimmte Bewegung auszuführen.

Das kann ganz unspektakulär beginnen.

Vielleicht dreht sich der Kopf ein wenig.
Eine Schulter beginnt zu kreisen.
Der Rücken möchte sich strecken.
Der Atem wird plötzlich tiefer.
Oder man muss mehrfach hintereinander gähnen.

Manchmal entstehen kleine Zuckungen oder ein Zittern. Manchmal möchte sich das Becken bewegen oder der ganze Körper langsam drehen.

Und manchmal passiert fast gar nichts.
Auch das kann eine Reaktion sein.

Interessant ist weniger, was passiert, sondern dass der Körper für einen Moment nicht funktionieren muss.

Mit diesen Bewegungen wird der Körper wieder beachtet und gesehen. Wir können zurück in eine innere Ruhe, Entspannung und Zufriedenheit kommen. Gleichzeitig kann es angespannte Nerven beruhigen und kann somit Auswirkungen auf Alltag und vor allem den Schlaf haben.

Ich lade dich ein, eine Übungsstunde Katsugen bei mir zu buchen und dabei zu erfahren, wie es sich anfühlt, wenn der Körper einfach so sein und sich bewegen darf, wie er ist.

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